Feldbesetzung in Oberboihingen

Kein Feld für Monsantos Gen-Mafia

In der Nacht vom 4. April 2008 besetzten 25 Aktivisten und Aktivistinnen ein Feld in Oberboihingen, welches als Versuchsfläche für gentechnisch veränderten Mais von der Fachhochschule Nürtingen angemeldet wurde.

Gefordert wird, den Anbau von gentechnisch veränderten Sorten einzustellen.

Andernfalls haben die Umweltschützer angedroht, mehrere Wochen auf dem Feld zu verharren und so die Aussaht des Mon810 Maises von Monsanto zu verhindern.

Update 9.4.2008:
Die Besetzung war erfolgreich! Die FH Nürtingen sagt die Genmais-Versuche ab.
Hintergründe hierzu in einem Indymedia-Artikel

Erhältlich als Teil der  "Gendreck-weg Compilation" auf DVD.

 

von Stop Gmo - Donnerstag 10 April, 2008
FH bricht Versuche ab!

Das Widerstandsdorf auf dem Genacker bei Oberboihingen. Die Feldbesetzung in Oberboihingen war erfolgreich. Die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen erklärte am heutigen Mittwoch, den 9.4.08, dass die Versuche mit gentechnisch veränderten Organismen abgebrochen seien. Ein voller Erfolg für die Gentech-GegnerInnen, die Bürger und Bauern vor Ort und die Umwelt. Dafür eine Schlappe für Monsanto und den Gentech-Professor Schier der FH Nürtingen.

Nicht zuletzt wegen der öffentlichkeitswirksamen Besetzung des Genfeldes bei Oberboihingen, die seit Freitag den 4.8. beseteht, hatte das Rektorat der Fachhochschule den Versuchsleiter Prof. Schier aufgefordert die Versuche einzustellen.

Dieser gab dem Druck der Öffentlichkeit, der BesetzerInnen und des Rektorats letztendlich, trotz wehementer Verteidigung der Gentechnik, doch nach.

„Es gibt für mich keinerlei fachlichen oder wissenschaftlichen Gründe, die mich zum Rückzug bewogen haben, aber ich gebe dem Druck der Hochschulleitung und des Hochschulrates nach.“ so Schier.

Laut Informationen des SWR hat die Hochschule angekündigt in den nächsten 5 Jahren keine Gen-Versuche mehr zu starten.

Es hat sich gelohnt: der Genversuch ist abgebrochen. Doch noch bis Sonntag wird das Widerstandsdorf bestehen. Dr. Werner Ziegler, der Direktor der Schule, gab öffentlich zu, dass die Entscheidung des Rektorats und des Hochschulrates, den Professor aufzufordern, die Versuche zu unterlassen, maßgeblich dem öffentlichen Druck und den entschlossenen BesetzerInnen zu verdanken sei.

\"Die Besetzung steht noch bis Sonntag. Aber ab jetzt ist nur noch Party\" freut sich Johanna, eine der FeldbesetzerInnen, am Telefon.

Quelle: http://www.ethik-portal.de/index.php?option=com_content&task=view&id=498&Itemid=1
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