FeldbefreierInnen des Genweizenfeldes in Gatersleben vor Gericht

Zivilverfahren vor dem Langericht Magdeburg

Im April vergangenen Jahres gingen sechs FeldbefreierInnen in der Morgendämmerung auf das Genweizenfeld in Gatersleben, um den Genweizen-Versuch mit ihren Hacken zu beenden. Nun findet das Zivilverfahren vor dem Landgericht Magdeburg statt. Mit überzogenen Schadensersatzforderungen sollen die FeldbefreierInnen eingeschüchtert werden, doch diese haben sich gut vorbereitet. Die Gegenseite ist hin dessen auch bei diesem Termin nicht in der Lage, den angegebenen Schaden ausreichend zu belegen.

Mit einer bunten Demonstration zogen rund hundert Gentechnikgegner durch die Magdeburger Innenstadt, um die Angeklagten beim ersten Prozess zu unterstützen. Viele Hundert Solidaritätserklärungen flatterten auf langen Stoffbändern zwischen den Demonstranten.

Pünktlich um 10 Uhr eröffnete Richter Dr. Bommel das Zivilverfahren um einen Schadensersatz für das Genversuchs-Institut. Der Anwalt des Institutes für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung IPK hatte in seiner Klageschrift zunächst 170.000 Euro gefordert und nach ersten Einlassungen der Beklagten im Februar auf 240.000 Euro erhöht.

Die Angeklagten und ihre Anwälte machten deutlich, dass sie die Forderungen als unbelegt zurückweisen. Sie gingen statt dessen zum Gegenangriff über: In den Schriften des IPK-Anwaltes Horst Rehberger fanden sich zahlreiche Widersprüche, die letzeres den Genweizenversuch in ein noch schlechteres Licht stellen.

Das Gericht teilte die Einschätzung der Beklagten, dass die Schadenssumme keinesfalls überzeugend begründet worden sei. Anstatt aber die Klage abzuweisen, entschieden die Richter Bommel, Wein und Werno, dem Kläger zum dritten Mal eine Chance zu geben und gewährten eine Frist bis zum 20. Mai, damit er seine Forderungen hieb und stichfest nachweisen könne. Sollte dann die Argumentation immer noch zu wünschen übrig lassen, werde die Klage am 11. Juni abgewiesen.

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