Erster Feldbefreier hinter Gittern

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Berufsimker Michael Grolm ist der erste Feldbefreier, der für seine Aktionen ins Gefängnis geht. 200 GentechnikgegnerInnen, zahlreiche Imker und zehn Traktoren begleiten ihn zu seinem Haftantritt in Weimar.

Zusammen mit zahlreichen AktivistInnen von Gendreck-Weg! organisiert Michael Grolm öffentlich angekündigte Feldbefreiungen. Ziel ihrer Aktionen ist es, genveränderte Pflanzen unschädlich zu machen. Der Widerstand trägt entscheidend dazu bei, dass ein Verbot des kommerziell angebauten Genmais Mon 810 im April 2009 erlassen wird.

Trotz des Anbauverbots, wird Michael Grolm vom Landgericht Frankfurt/Oder zu einer Geldzahlung von 1.000 Euro verurteilt. Der Imker weigert sich jedoch, das Strafgeld zu zahlen und kündigt an, stattdessen ins Gefängnis zu gehen, um seine Entschlossenheit gegen die Agrogentechnik deutlich zu machen.

Das Gericht verlangt jedoch einen Offenbarungseid, bevor die Ordnungshaft in Anspruch genommen werden kann. Den will Grolm nicht ablegen und muss nun in Erzwingungshaft.

Clip 10:39 Minuten

Lizenz: creative commons by-nc-nd

ebenfalls auf DVD oder als HD-MP4 zum Download erhältlich!

Weitere Infos: www.gendreck-weg.de

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Kommentare:
von Franjo - Montag 31 August, 2009
Man kann nur den Hut ziehen vor soviel Mut und Courage und sollte, gerade als Imkerlehrling nicht die abgedroschenen Argumente der Gentech-Konzerne nachplappern sondern sich eine eigene Meinung durch unabhängige Recherche bilden. Das gilt aber leider auch für viele andere Menschen. Es ist immer weit weg, man ist nicht betroffen und hat, da geht es auch mir nicht anders, keine Zeit.

Für mich ist deshalb immer wieder bewundernswert mit wie viel Engagement Menschen wie Michael Grolm ihr Ding durchziehen, sich nicht beeinflussen lassen und ganz konsequent ihren Weg gegen alle Widerstände zu Ende gehen.

Vielen Dank Michael. Gäbe es nur mehr von deiner Sorte.
von Peter Lustig - Sonntag 30 August, 2009
Das mit dem Hunger in der EINEN Welt darf so nicht stehen bleiben. Gentechnik führt geradezu zu Hunger, denn die Patenteinhaber wollen das investierte Geld für Bestechung, Propaganda und bissle Forschung zu 300 Prozent wieder. Und wer zahlt das? Genau die, die jetzt eh hungern! Die Hungersnot letztes Jahr, die durch Spekulation auf Mais etc. erzeugt wurde, erwähnt niemand (Aufstände in Marokko, Ägypten etc.). Warum wird von den Technikgläubigen nicht gefordert, die Zockerei, die Kapitalismus heißt, abzuschaffen, wenn ihnen der Hunger in der Welt wichtig ist?
von Cine Rebelde - Sonntag 30 August, 2009
Ja ja, der Hunger in der dritten Welt und Gentechnik als Lösung für alle unsere Ernährungs- und Energieprobleme...
Hunger ist in erster Linie eine Verteilungsfrage. Gerade im Falle der Agro-Gentechnik besteht die Gefahr, daß Landwirte auch in der dritten Welt in die Abhängigkeit von teurem lizenziertem Saatgut und teuren Herbiziden geraten und sich der Hunger und Abhängigkeit durch den Einsatz von genmanipulierten Pflanzen erhöht.
von Stephan - Sonntag 30 August, 2009
Lasst Natur Natur sein...

Ich finde man sollte nicht aufhören an Genpflanzen zu forschen... Gerade für die dritte Welt können gentechnischveränderte Pflanzen viel bedeuten... In der Zukunft wohlbemerkt...!!! Noch nicht heute... Deswegen sollte man auch defenitiv nicht auf freiem Felde solche Versuche durchführen, ohne zu wissen was dabei heraus kommt, sondern im Labor, wo Forschung hingehört...

Des Weiteren besteht ja das Problem, dass die Konzerne, welche gentechnisch forschen, es nicht für die dritte Welt tun, sondern für ihren eigenen Geldbeutel.... leider !!!

Stephan, Imker Azubi

Brummack.Stephan (att) web.de

PS: Lob an Herrn Groml
von Biene Maya - Sonntag 30 August, 2009
Fünf gute Ideen, was Jede/R tun kann, um einen Feldbefreier zu unterstützen

1. Solibriefe an den Gefangenen
********************************
Michael freut sich über Post ins Gefängnis. Hier nochmal die Adresse:
Michael Grolm, z.Z. JVA Goldlauter, Zellaer Str. 154, 98528 Suhl.

2. Spenden machen den Widerstand stark
***************************************
Außerdem wünscht sich Micha, dass viele Aktive mit täglichen Spenden - z.B. pro Gefängnistag
5 Euro - den Widerstand stärken und den Einschüchterungsversuch von
Monsanto und Co. zurückweisen.
Rechtshilfe Gendreck-weg, Kontonummer 401 687 1300, bei der GLS Bank,
BLZ 430 609 67

3. Solihonig bestellen!
***********************
Der Honig wird dann nach Haftende versandt!
http://www.schlossimkerei.de/

4. Die Aktionen um den Haftantritt genauer anschauen!
****************************************************
Presseinfo, Fotos, Filme (auch von Arte, MDR) und weitere Termine findet Ihr unter www.gendreck-weg.de

5. Michas Freilassung fordern - Briefaktion
*****************************************
Noch etwas kann JedeR tun: Ein Brief an die Amtsrichterin in Weimar
bzw. an das Landgericht in Frankfurt/Oder senden, um von denen zu
fordern, den Feldbefreier sofort frei zu lassen. Tatsächlich sind zwei
Briefe sinnvoll, denn derzeit schieben die Gerichte in Weimar und
Frankfurt die Zuständigkeit hin und her.
Die Adressen:
Amtsgericht Weimar, Richterin Braunhardt, Ernst-Kohl-Str. 1
99423 Weimar
Landgericht Frankfurt/Oder, Müllroser Chaussee 55 ,15236 Frankfurt/Oder

Die Anrede muss natürlich angepasst werden. Der übrige Text kann so
verwendet werden oder als Anregung für eigene Formulierungen dienen.


Sehr geehrte Frau Richterin Brauhardt,
bzw. sehr geehrte Damen und Herren,

seit Donnerstag, dem 27.8. soll der Berufsimker und Gentechnikgegner Michael
Grolm durch eine Beugehaft gezwungen werden, eine „Eidesstattliche Versicherung“ über seine
wirtschaftlichen Verhältnisse abzugeben. Sie haben aufgrund seiner
Weigerung einen Haftbefehl unterzeichnet. Der Agraringenieur Grolm wird
den Offenbarungseid nicht leisten.

Ich bin empört darüber, daß Menschen ins Gefängnis gesperrt werden,
weil sie sich konsequent gegen Gentechnik – und damit für die Erhaltung
von Natur und Umwelt und unserer zukünftigen Ernährungsgrundlagen
einsetzen. Ich protestiere hiermit gegen die Verhaftung Michael
Grolms und möchte meine Solidarität mit seinem Vorgehen zeigen.

Ich fordere seine sofortige Freilassung. Kein einziger Tag
Erzwingungshaft ist hier angemessen. Angeklagt werden müssten die
Befürworter der Gentechnik die gegen jede demokratische
Willensäußerung und wissend um die Risiken und Folgen der
Agrogentechnik allein ihren Profit im Auge haben. Angemessen ist
ein endgültiges Verbot der Agro-Gentechnik.

Mit freundlichen Grüßen
XXYY

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