Der neue Angriff

Aktuelle Situation in Chiapas / Mexico

Interview mit Ernesto Ledesma (CAPISE) über die neue repressive Offensive des mexikanischen Staates gegen die zapatistischen indigenen Gemeinschaften in Chiapas / Mexiko.

 


Während seiner europäischen Tour erzählt uns Ernesto wie in den letzten Monaten die Bedrohungen und Repressionen von paramilitärischen Gruppen und von den Institutionen des Staates vor allem gegen zapatistische Gemeinden ein bedrohliches Ausmaß erreicht haben.

Ernesto Ledesma ist wissenschaftlicher Mitarbeiter von CAPISE, einer NGO, die seit Jahren die Strategie der Aufstandbekämpfung gegen die Zapatistas und andere indigene Gemeinden beobachtet, dokumentiert und analysiert.

“Wir, die im Krieg gekämpft haben, wissen die Wege zu erkennen, auf die er vorbereitet wird und denen er sich nähert. Die Zeichen des Krieges am Horizont sind klar. Der Krieg, wie die Furcht, hat auch einen Geruch. Und sein übel riechender Gestank beginnt sich in unserem Land bereits bemerkbar zu machen.”

Subcomandante Marcos beim letzten öffentlichen Auftritt der EZLN im Dezember 2007.

Kurzdoku 7:21 Minuten

Informationen zu CAPISE
Artikel zur Vortragsreise auf indymedia

von martha - Dienstag 06 Mai, 2008
Ein guter Film ! Es ist so deprimierend , daß die Welt wegschaut , die Medien nicht darüber berichten . salud y libertad !
von Regula  - Mittwoch 30 April, 2008
Mit Bestürzung habe ich über die jüngsten Entwicklungen in Chiapas gehört. Ich reiste anfangs 2006 durch Chiapas - eine Reise, welche mich sehr beeindruckte. Chiapas gefiel mir landschaftlich und kulturell sehr gut und ich möchte gerne wieder hin.
Bereits bei der Landung in Tuxtla G. (Hauptstadt von Chiapas) fiel mir die sehr hohe Militärpräsenz auf. Dass die mexikanische Regierung, bzw. die mexikanische Armee nun (wie in vielen anderen lateinamerikanischen Ländern) Paramilitärs ausbildet entsetzt mich und hätte ich nicht erwartet.
Die teilweise extreme Armut in Chiapas (und auch in Oaxaca) machte mir sehr zu schaffen.

Ich denke jedoch, dass eine Boykottierung des Tourismus das Problem nicht löst - im Gegenteil. Ich denke, dass gerade die Touristen (bei den "Chiapas-Individualtouristen" handelt sich nach meiner Erfahrung eher um "bewusste" Touristen) die Probleme in Chiapas in der übrigen Welt öffentlich machen können/könnten. Es gebe ja die Möglichkeit die (Individual-)Touristen mittels Flugblätter, Vorträgen, Ausflügen, etc. auf die Schwierigkeiten der Indigenas, welche mir erst während dem Reisen richtig bewusst wurden, aufmerksam zu machen. Auch könnten touristische Infrastrukturen errichtet werden, von welchen die Indigenas profitieren könnten (z.B in Form von Kooperativen, etc.) und wo den Touristen von der Kultur der Ind. aber auch ihrer politischen Situation etwa mitgegeben werden könnte.

Weiter gilt es auch zu berücksichtigen, dass beim Ausfall der Touristen insbesondere in San Cristobal viele Einheimische ihre Existenz verlieren würden.
von Gruppe B.A.S.T.A. - Donnerstag 24 April, 2008
Danke für den guten Film!

Weitere Infos, auch Solidaritätsmaterial und Möglichkeiten zum aktiv werden findet mensch zum Beispiel unter:

-_ www.gruppe-basta.de
-_ www.ya-basta-netz.de.vu
von Mensch - Donnerstag 17 April, 2008
Der Film ist wirklich gut gemacht.

Inhaltlich bringt er wichtige neuigkeiten, auch für grundsätzlich informierte.

Anschaut lohnt sich.
Aktiv werden wär auch wichtig.
Seiten:

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